Es steht ein Haus am Rand des Sumpfes,
Wo Schlingpflanzen wuchern, und Bäume,
Langwurzelige, sich knotig in den Boden krallen,
Den weichen, fast flüssigen.
Es ist eine Hütte mehr,
Ein morsches Gestell, ein Schuppen.
Darin wohnt der Mann aus Schimmel, der langgliedrige.
Sein Sohn ist Student.
Der Mann aus Schimmel geht kreuz und quer
In seiner Hütte, von Unruhe erfüllt, auf und ab.
Er greift sich ein Buch, und legt es zurück,
An einen anderen Platz, auf das er es nicht wiederfinde.
Unruhe treibt ihn hinaus, zum Sumpf, den trügerischen,
Der schon manchen Vater, Bruder, Sohn verschluckt.
Denn Frauen, Mütter, Töchter, Schwestern gibt es nicht
Rund um den Sumpf, sie meiden das Feuchte.
Der Mann aus Schimmel, der langgliedrige, greift sein Boot
Mit flachem Kiel, und schiebt es hinaus in den braunen Schlamm
Und in einer geübten Bewegung schwingt er sich hinein
Und sitzt nun schwankend, einen Stecken in der rechten Hand.
Den Stecken, die Stange, schiebt er tief hinein in den Sumpf,
Den unergründlichen, denn irgendwo ist Widerstand genug,
Und mit bedächtigen Bewegungen seiner langen Arme
bewegt er sein Boot in die Mitte des Sumpfes.
Dort angekommen, verharrt er, schwankend, blickend, und wendet sein Haupt.
Bis er sein Haus sieht, am Rande des Sumpfes.
Dort stehen Geister, die ihm winken, und lockend die Finger krümmen.
Er reißt sich los vom Anblick, dem süßen, und stößt seinen langen Arm tief hinein
In den modrigen Morast.
Er zieht etwas hervor, etwas längliches, sich windendes. Es ist
Ein Wort. Er nimmt es an einem Ende, und peitschend schlägt er es mehrfach
Gegen die gekerbte, abgeflachte Kante seiner Ruderbank, bis es Ruhe gibt.
Nun untersucht er es, und kann es lesen: LEHASCHLIM
Es ist ein gutes Wort, und der Mann aus Schimmel nickt.
Und wendet sein Boot, und richtet den Bug auf sein Hütte,
Und stößt sich ab vom trügerischen Grund, steuert seinem Heim zu,
Wo die lockenden Geister ihn erwarten.